dr. volker jakob01 mail 12.10.18 klein copyDie meisten Städte in Westfalen verdanken ihre Entstehung  dem Mittelalter. Gladbeck hingegen ist eine junge Kommune, der erst vor 100 Jahren die Stadtrechte verliehen wurden. Das „Schwarze Gold“ hat hier sichtbare Spuren hinterlassen, auch wenn schon 1971 die letzte Zeche ihre Tore schloss. Noch heute prägt das Stadtbild ein Flickenteppich ehemaliger Bauerndörfer und charakteristischer Bergarbeitersiedlungen.

Auf Einladung der VHS kommt der Historiker Dr. Volker Jakob am Dienstag, 2. April, nach Gladbeck. Unter dem „Gladbeck – vom Werden einer neuen Stadt in schwerer Zeit“ erzählt er die dramatische Geschichte Gladbecks der  letzten 100 Jahre. Er berichtet über den weiten Weg vom Bauerdorf zur Industriestadt und erläutert die großen historischen Ereignisse, die das Leben der Bürger berührten: der Erste Weltkrieg, der Ruhrkampf, der hier viele Opfer forderte, die folgende Besetzung des Ruhrgebiets durch Franzosen und Belgier, der Zweite Weltkrieg, der Wiederaufbau nach 1945 und die Montankrise, die bereits in den 1960er Jahren begann. Auf dem weiten Weg vom "Einst" zum "Jetzt" entsteht das Porträt einer offenen Stadt, die sich immer wieder neu erfinden musste. 

Diese Veranstaltung im Rahmen des VHS-Schwerpunkts „100 Jahre Stadt Gladbeck“ führen Volkshochschule und Verein für Orts- und Heimatkunde gemeinsam durch. Sie findet statt im Haus der VHS (Friedrichstr. 55) und beginnt um 19.30 Uhr. Karten im Vorverkauf für 5,00 Euro sind in der VHS erhältlich oder online über die Homepage der VHS buchbar. Abendkasse 6,00 Euro, Schüler und Studierende zahlen 3,00 Euro.

Dr. Volker Jakob ist Autor verschiedener Veröffentlichungen zur Foto- und Filmgeschichte Westfalens. Er war lange Zeit Referatsleiter im LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster.