Baryalai Usmani hat in der Volkshochschule über seine Flucht als unbegleiteter 14-Jähriger aus Kandahar/Afghanistan nach Deutschland referiert.
Der Weg über Pakistan, dem Iran, die Türkei und Griechenland bis nach Deutschland war nicht nur mühevoll, sondern auch äußerst gefährlich. Aber an den wichtigsten Stellen fanden sich zum Glück auch immer hilfreiche Menschen. Eine Familie im Iran, die ihm Kleidung spendete und das Essen mit ihm teilte, ein freundlicher Inder aus Kandahar am Hauptbahnhof in Essen, der den 14-Jährigen zu seinem Verwandten nach Gladbeck mit der S 9 begleitete oder eine verständnisvolle Lehrerin, die ihm beider Sprache half.
Heute studiert Baryalai Usamani erfolgreich an der FH Gelsenkirchen und hat in Gladbeck seinen Lebensmittelpunkt gefunden. Der Abend hat gezeigt, wenn man sich erst einmal kennengelernt hat, denkt man ganz anders über Migration.

