In der gut besuchten Mathias-Jakobs-Stadthalle war am 9. September der niederländische Kabarettist Patrick Nederkoorn zur Herbstsemestereröffnung eingeladen. In seinem ersten deutschsprachigen Programm "Die orangene Gefahr" beschäftigte er sich auf humorvolle Art und Weise damit, was passieren würde, wenn durch den Anstieg des Meeresspiegels 18 Millionen "orangefarbene" Klimaflüchtlinge mit ihren Wohnwagen auf der linken Spur nach Deutschland rollen? Nach einer kleinen Übung mit dem bildungsaffinen Publikum wurde Nederkoorn zu Programmbeginn mit einem klaren "Jej bent welkom" in der Heimatsprache begrüßt. Allerdings, so bemerkte er im Anschluss, sei seine Landessprache zwar "nicht schön, aber dafür auch nicht schwer". Auch wenn sie stets nach chronischem Halskatarrh klingt und Worte wie "Geslachtsgemeenschap" nicht unbedingt das erotische Zusammenleben fördern. Darüber hinaus spielte die gemeinsame deutsch-niederländische Geschichte nicht nur in seiner eigenen Familie eine große Rolle, sondern auch König Willem-Alexander sei – wegen der vielen "Geslachtsgemeenschappen" diverser Adelshäuser – zu 87,5 Prozent deutsch – wie es auch in der niederländischen Nationalhymne "Het Wilhelmus" besungen wird: "van Duitsen bloed". Nachdenklich wurde der Abend, bei den von Guido van de Meent am Klavier begleiteten Chansons "Dank an die Deiche", "Grenzenlos" oder der Zugabe
"Gute Nacht, Freunde" von Reinhard Mey.
Das Publikum war sich einig, dass Patrick Nederkoorn zu jeder Zeit in Gladbeck einen trockenen Rückzugsort samt Wohnwagenstellplatz bekäme. (Fotos: © Frank Konopka)








Grönland ist in aller Munde, aber nur wenige kennen das Land aus eigener Anschauung. Auch US-Präsident Trump war noch nie dort, schickt aber regelmäßig Vertreter, um US-Ansprüche auf die größte Insel der Welt zu untermauern. Grönland ist ein besonderes Land. Vor allem ist es kaum grün (wie der Name suggeriert), sondern immer noch fast ausschließlich weiß, nahezu völlig mit Eis bedeckt und entsprechend dünn besiedelt. Auf mehr als 2 Mio. km² leben mit rd. 56.500 Menschen nur rd. 2/3 der Einwohner Gladbecks.
Aufgrund der großen Nachfrage lädt die VHS am Freitag, 2. Oktober, 8 bis 20 Uhr, unter der Leitung von Rainer Stobbe zu einer weiteren Tagesfahrt nach Maastricht ein. Mit seiner historischen Altstadt und vielen interessanten Bauwerken und Plätzen zählt Maastricht zu einer der schönsten Städte der Niederlande. Bei einer Führung am Vormittag steht die Innenstadt im Fokus, zum Beispiel das restaurierte Stokstraat-Viertel, die alten Festungsanlagen, der Stadtpark und der Vrijthof mit den monumentalen Kirchen St. Jan und der St. Servaas-Basilika. Am Nachmittag ist genügend Zeit die Stadt eigenständig zu erkunden.
